Mag. Dr. Eva Maria Waibel

Die Existenzielle Pädagogik – eine (pädagogische) Schatzkiste

Mit der Existenziellen Pädagogik ist uns eine wunderbare Schatzkiste gegeben. Sie zeigt uns auf, wie wir die Schätze und Potenziale von Kindern und Jugendlichen (und von uns) heben, wie wir sie zu einem guten Leben begleiten können. Die Lebensthemen der Existenziellen Pädagogik stärken uns für den Dialog mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit anderen Menschen. Darüber hinaus enthält die Existenzielle Pädagogik vielfältige Konzepte für Schul- und Unterrichtsentwicklung. In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf die Schätze dieser an der Person und deren Sinn orientierten Pädagogik.

 

Dr. Christoph Kolbe

Wozu ist Wertschätzung wichtig - und warum dürfen wir uns von ihr nicht abhängig machen?

Wir leben in einer Zeit, in der häufig beklagt wird, dass man für seinen Einsatz zu wenig Wertschätzung erhalte. Haben wir es verlernt, Wertschätzung zu geben? Sehen wir Menschen primär unter dem Aspekt ihrer Funktionalität? Oder sind wir zu „weinerlich“ geworden und haben ein übersteigertes Bedürfnis, Anerkennung erhalten zu müssen?

Der Vortrag klärt die pädagogische und psychologische Bedeutung der Wertschätzung für die Entwicklung des Selbstwertes aus existenzieller und entwicklungspsychologischer Sicht. Er gibt Hinweise, wie Wertschätzung zum Ausdruck gebracht werden kann. Und er warnt vor der Gefahr, sich von wertschätzender Rückmeldung abhängig zu machen und dabei die Autonomie zu verlieren.

 

Dr. Reinhard Haller

Das Wunder der Wertschätzung

In diesem Vortrag soll gezeigt werden, wie echte Wertschätzung wahre Wunder wirken kann: Sie aktiviert unser Belohnungszentrum im Gehirn und hemmt das Angstzentrum – in kürzester Zeit entfalten sich Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit. Wenn dies nachhaltig geschieht, kann dies sogar die Persönlichkeit positiv verändern. Viele Fallbeispiele aus Alltag, Politik und Therapie verdeutlichen, wie wirksam diese „Wundermedizin“ ist – in der Erziehung ebenso wie in Partnerschaft und Berufsleben.

 

Mag. Thomas Happ

Wenn die Psyche Dynamik macht! Herausfordernde Erziehungssituationen besser verstehen

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann außerordentlich freudvoll und bereichernd sein, manchmal aber geraten selbst die einfühlsamsten Pädagog:innen und Eltern an ihre Grenzen, wenn sich Kinder in ihrem Verhalten von einer unsichtbaren Kraft getrieben zeigen Dann hat die Psychodynamik übernommen. In diesem Vortrag wird zum besseren Verständnis die Psychodynamik mit ihrer Bedeutsamkeit für das Personale Dasein des Menschen dargestellt.

 

Michael Winter

Existenzielle Pädagogik in den Elisabethstift-Schulen – Herausforderungen im Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung

Das Menschenbild Frankls betont die Entscheidungsfähigkeit des Menschen und somit die generelle Freiwilligkeit bei Entscheidungen im Leben. Im Kontext von Schule, Schulpflicht und Grenzsetzungen bedeutet dies eine große Herausforderung im pädagogischen Alltag. Da der Mensch im Grunde nichts muss, sind die Beziehungsarbeit und Aushandlungsprozesse mit den Schülerinnen und Schülern von immenser Bedeutung.

 

Mag. Daniel Scheyer & Mag. Matthias Mittelberger

Entdecken, was alles in mir steckt… Wie gelingt Potentialentfaltung in Kindergarten und Schule

In diesem Workshop werden wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie Sie aus Sicht der Existenziellen Pädagogik Kinder und Jugendliche darin unterstützen können, eigene Potenziale ausfindig zu machen und zu verwirklichen. Erforschen Sie mit uns gemeinsam die Gelingensbedingungen dieser pädagogischen Schatzsuche: Welche inneren und äußeren Voraussetzungen braucht es dafür? Welche Möglichkeiten haben Sie als Pädagog:in auf Ebene der Beziehungs- und Unterrichts- bzw. Tagesgestaltung, damit junge Menschen ihre Werdemöglichkeiten bestmöglich entdecken und entfalten können?

 

Julie Melzer

Strafe muss sein! Muss Strafe sein?

Im letzten Jahrhundert ist Erziehung zunehmend partnerschaftlicher geworden. Dennoch sind Strafen sowohl in der familiären als auch öffentlichen Erziehung ungebrochen populär. Oft wird ihre Anwendung als not­wendige Konsequenz getarnt und durch Orwell’sches Neusprech („Grenzen setzen“) verdeckt. Ob und wie es gelingen kann, Kinder ohne Strafe zu erziehen, wird im Workshop aus Sicht der Existenziellen Pädagogik via Vortrag, Übungen und Gamification erarbeitet.

 

Esther Kohl

Leben verbindet. Mit Jugendlichen auf Schatzsuche nach den Daseinsthemen des Menschen.

Verbindungen erleben zu können, erfordert die Offenheit sich darauf einzulassen.

Wir wollen aktiv nacherleben, wie den Jugendlichen ermöglicht wurde, die vier Daseinsthemen für sich erschließen zu können. Praktisch und theoretisch.

 

Doris und Andreas Hausheer

WertSCHÄTZen.  Geschichten aus der Erfahrungsschatzkiste

Muss eine Lehrerin schön sein? – Wenn personale Werte sichtbar werden

Welches ist der Preis, um den die Helden kämpfen? – Wenn sich Lernen (und Lehren) lohnt

Wurde Alina für eine Tafel Schokolade «verkauft»? – Wenn der `Blick dahinter´ Überraschendes zutage bringt.

In diesem Workshop erzählen wir einander Geschichten aus dem Erziehungsalltag. Dabei denken wir gemeinsam darüber nach, was der beharrliche Blick auf die Person des Kinders bewirken kann und was er bei uns Erwachsenen auslöst.

 

Daniela Klingler

Die Schatzkiste der vier Grundmotivationen. Kinder stärken und begleiten im Kindergarten

Mit Aspekten der Existenziellen Pädagogik, insbesondere den vier Grundmotivationen, gelingt es den Pädagog:innen, sich ganz auf das einzelne Kind einzulassen und achtsam bei ihm zu sein und dabei auch das soziale Miteinander in der Gruppe zu stärken. Es werden praktische Methoden erarbeitet, wie Beziehung und Begegnung gestaltet werden kann, um Kinder auf ihrem Entwicklungsweg in ein selbstbestimmtes, gesundes und gelingendes Leben zu begleiten. 

 

Jasmine Vallaster & Benjamin Zurrón

Motivierte Kinder. Einblicke in den Existenziellen Unterricht

In diesem Workshop zum existenziellen Unterrichten gehen wir der Frage nach, welche Elemente der Existenziellen Pädagogik Sie möglicherweise schon umsetzen, ohne diese zu benennen. Dabei begeben wir uns auf die Suche nach den „Schätzen“ eines solchen Unterrichts. Im Zentrum steht die Frage, wie Schule als Ort gestaltet werden kann, der den Selbstwert der Kinder stärkt, der ihnen ein sinnvolles Lernen ermöglicht und somit ihre Freude am Lernen erhält.